
Logo der Steinwald-Allianz

Projektstart im Jahr 2014

Das Rote Höhenvieh - eine alte Haustierrasse

Bio zertifizierte Gastronomie in der Region

Glückwunsch zum ersten Bio-Brot

Eröffnung der Aktionswochen Bio Erleben 2016

Ein Bio-Schlachthof als strukturell wichtiges Element in der Region

Ausgezeichnetes Mohnöl aus dem Steinwald auf der Inter. Grünen Woche 2016

Auszug der Infomaterialien in der Öko-Modellregion

Landschaft & Landwirtschaft um den Naturpark Steinwald

Bio-Kochkurse als Teil der Bewusstseinsbildung

Minister Brunner genießt den Bio-Burger aus dem Steinwald
Kommunaler Zweckverband Steinwald-Allianz
Öko-Modellregion Steinwald
Website
www.steinwald-allianz.de, www.oekomodellregionen.bayern/oko-modellregion/steinwald-allianz-oberpfalz
Kommune
92681 Kommunaler Zweckverband Steinwald-Allianz - Bayern, Oberpfalz, Landkreis Tirschenreuth, Naturpark Steinwald
Kategorien
Lebensmittel und Tierfutter, Nahversorgung im ländlichen Raum, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Regionale Identität und Willkommenskultur
Ansprechpartner
Steinwald-Allianz,
Bräugasse 6, 92681 Erbendorf
Dipl.-Ing. (FH) Martin Schmid, Umsetzungsbegleiter
Kommune
Kommunaler Zweckverband Steinwald-Allianz,
Bräugasse 4, 92681 Erbendorf
Bürgermeister Hans Donko, 1. Vorsitzender
Weitere Akteure
Kurzbeschreibung
Die Steinwald-Allianz ist seit 2014 Träger der "staatlich anerkannten Öko-Modellregion Steinwald". Nach dem Buttom-up-Prinzip entwickeln seither erfahrene Mitarbeiter Projekte für die Region, mit dem Ziel, den Bio-Landbau zu fördern. Schon nach kurzer Zeit feiern vor allem die entwickelten regionalen Bio-Produkte erste Erfolge.
Langbeschreibung
Die Steinwald-Allianz ist ein Zusammenschluss von 16 Kommunen mit rund 37.000 Einwohnern auf 490 km² und umfasst den westlichen Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz. Die Region ist in Bayern als strukturschwacher Raum definiert. Vorsitzender und Initiator ist Hans Donko, Bürgermeister der Stadt Erbendorf. Die Verbandsversammlung umfasst alle Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und Vertreter der Fachbehörden.
Das Besondere der Steinwald-Allianz ist die Organisationsform als kommunaler Zweckverband gemäß Art. 17 ff KommZG. Bei dieser Art der Zusammenarbeit können Aufgaben der Gemeinden an den Zweckverband abgegeben werden. Nach § 4 der Satzung nimmt die Steinwald-Allianz unter anderem die Aufgabe der Errichtung und Durchführung Gemeinde übergreifender Projekte, wie der für den Wettbewerb im Zentrum stehenden Öko-Modellregion (ÖMR) wahr. Mit dem Projekt der staatlich anerkannten ÖMR arbeitet die Steinwald-Allianz seit Herbst 2014 intensiv mit am Ansatz der Bayerischen Staatsregierung, den Ökolandbau in Bayern zu fördern. Vor allem bietet das Projekt die Chance einer nachhaltigen Entwicklung der Region, denn für die Landwirtschaft herrschen hier ungünstige klimatische Bedingungen und auch die Bodenqualitäten sind unterdurchschnittlich. Überdurchschnittlich ist dagegen die Bedeutung der Landwirtschaft. Der Ökolandbau mit seiner naturnahen Bewirtschaftungsform, gepaart mit einer hohen Nachfrage der Verbraucher, kann den Strukturwandel gestalten und Arbeitsplätze erhalten. Dafür tritt die ÖMR einerseits an Landwirte und Verarbeiter heran, um sie von der Umstellung auf Bio zu überzeugen, andererseits an die Konsumenten, um sie zu sensibilisieren. Sie schafft die notwendigen Strukturen zur Erweiterung des Angebots von biologischen Lebensmitteln, initiiert Zusammenarbeiten und betreibt eine starke Öffentlichkeitsarbeit. Größter Erfolg war bisher die Auszeichnung des Bio-Mohnöls aus der ÖMR Steinwald als Bayerns innovativstes Bio-Produkt 2016.
Ziele
Das initiierte Bayerische Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020" beinhaltet als Ziel die Verdoppelung der Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2020 und eine stärkere Nachfrage der Verbraucher nach ökologischen Lebensmitteln aus regionaler Produktion. Die anerkannte Öko-Modellregion Steinwald ist ein Teil davon und entwickelt nach dem „Bottom-up-Modell" individuelle Ideen, welche die Besonderheiten und Strukturen der Region berücksichtigen. Nach dem Motto „Aus der Region – für die Region“ geht es ihr um die Steigerung des Ertrags von nachhaltigen, biologischen Lebensmitteln, die Gestaltung einer intakten, touristisch interessanten Natur, den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie einen fairen Preis für die Landwirte. Mit der Wiedereinführung des Roten Höhenviehs, dem Anbau von Sonderkulturen, der Schaffung einer Bio-Infrastruktur sowie der Gestaltung kreativer Bio erleben-Freizeitangebote ist die Steinwald-Allianz dabei, sich als ökologisch nachhaltige Region zu etablieren.
Aktivitäten
- Anbau und Anlage von Versuchsflächen von Bio-Mohn und Topinambur, eine diabetikergeeignete, der Kartoffel ähnlichen Wurzel mit wenigen Kohlenhydraten und Kalorien
- Entwicklung neuer Bio-Produkte (Bio-Rinder-Burger, Topinambur-Brot, Bio-Mohnöl)
- Arbeitskreise mit Landwirten und Vermarktern
- Installierung verschiedener Bio-Koch- und Backkurse für die Öffentlichkeit
- Information interessierter Landwirte, Verarbeitungsbetriebe und Gastronomen zur Umstellung des Betriebs auf Bio, zur Wiedereinführung des Roten Höhenviehs und zum Anbau von Sonderkulturen
- Schaffung einer regionalen Lagermöglichkeit für Öko-Getreide durch die Umstellung des Landhandels der Friedenfelser Betriebe
- Belebung des Öko-Tourismus durch das erste „Bio erleben“-Programm 2016 (genaue Terminübersicht: www.steinwald-urlaub.de)
- Stärkung und Vernetzung strukturell wichtiger Einrichtungen in der Region
- Öffentlichkeitsarbeit: Messeauftritte, Info-Flyer, Öko-Kids
Erfolge
• Auszeichnung des Bio-Mohnöls als „Bestes Bio-Produkt im Bereich Innovation 2016“
• Zunahme der biologisch bewirtschafteten Fläche in der Steinwald-Allianz in 1,5 Jahren um 31 Prozent von 935 Hektar auf 1.225 Hektar, was einem Anteil von 6,5 Prozent an der gesamt landwirtschaftlich genutzten Fläche (18.711 Hektar) entspricht
• Steigerung der Zahl der Bio-Betriebe im Steinwald innerhalb des gleichen Zeitraums von 36 auf 45, v.a. die Gemeinde Friedenfels machte einen großen Sprung von 0 auf 6
• Erste erfolgreiche Versuche zur Etablierung des Topinambur-Brotes mit Bäckereien
• Gute Besucherzahlen bei Bio-Koch- und Backkursen (ca. 80 im ersten Jahr 2015)
• Einrichtung eines bio-zertifizierten Schlachtbetriebs in Trabitz zur Verarbeitung des regionalen Bio-Viehs
• Präsentation des Bio-Steinwald-Burgers am Bioland-Messestand auf der BioFach 2015
• Erarbeitung und Durchführung des touristischen Wochenprogramms „Bio Erleben in der Steinwald- Allianz“
Finanzierung
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert das Management der staatlich anerkannten Öko-Modellregionen. Die Abwicklung erfolgt über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, welches den Zweckverband Steinwald-Allianz als Integrierte Ländliche Entwicklung seit vielen Jahren unterstützt. Im Dezember 2015 sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner eine Förderung der Öko-Modellregion für weitere drei Jahre zu. Auch der der Verein "KulurLandschaft südlicher Steinwald e.V." und der Landkreis Tirschenreuth haben beschlossen, der Öko-Modellregion Steinwald bis zum Projektende im Jahr 2019 unter die Arme zu greifen.
