
Blick in den Zukunftsmarkt 2015. OB Schnurr und Heliovolt-Geschäftsführer Rudert

Die Referenten Fellmer und Paech beim Zukunftsmarkt 2015 zum Thema Leben ohne Geld

Plakat zum Zukunftsmarkt 2015 (Ausschnitt)

Demeter-Gärtnerei Decker mit dem Bio-Gemüse-Kisten-Abo

Pressebericht BNN/ABB im Vorfeld des Zukunftsmarkts 2015

Pressebericht BNN/ABB zum Zukunftsmarkt 2015

Wie geht es 2016 weiter?
Bühl
Gemeinsam machen wir die Heimat enkeltauglich
Website
www.gfbev.de
Kommune
77815 Bühl - Baden-Württemberg (Hanauerland)
Kategorien
Lebensmittel und Tierfutter, Möbel und Baumaterialien, Regionale Energien, Nahversorgung im ländlichen Raum, Handwerk und Dienstleistungen, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Regionale Identität und Willkommenskultur, Mobilität und Infrastruktur
Ansprechpartner
Grünes Forum Baden e.V. (GFB),
Waldstraße 17, 77839 Lichtenau
Frohmut Menze,
Kommune
77815 Bühl, Stabsstelle Wirtschafts- und Strukturförderung
Rathaus II, 77815 Bühl
Dipl. Ing. Architektin Corina Bergmaier, Leiterin Stabsstelle Wirtschafts- und Strukturförderung
Weitere Akteure
Kurzbeschreibung
Das grüne Forum Baden e.V. führt seit 2012 jährlich einen Zukunftsmarkt durch, in dem enkeltaugliche Produkte und Dienstleistungen vorgestellt werden, die ökologisch sind, die Wertschöpfung in die Region holen oder hier halten und sozial verantwortlich durchgeführt werden. Diese Märkte unterstützen und verbreitern wir durch Vorträge, Exkursionen, Öko-Checks, nachhaltige Tombolas und einen digitalen Marktplatz der Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing der Stadt Bühl.
Langbeschreibung
Ein Jahr Grün-Rot in Baden-Württemberg - und was kommt beim Bürger an? - Viel zu wenig, finden engagierte Menschen aus der Region, Nichtmitglieder und Mitgiieder von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD und 17 davon gründen im Jahr 2012 das "Grüne Forum Baden e.V.". Sie veranstalten jährlich einen Zukunftsmarkt mit 30 bis 90 Ausstellern und 500 bis 3.000 Besuchern. Ziel ist es, Produkte und Dienstleistungen vorzustellen, die deutlich effizienter, ressourcenschonender, regional stärker verankert, weniger umweltbelatend und sozial erfolgreicher sind als der derzeitige Stand der Technik. Sie wollen die Wertschöpfung in die Region holen und hier halten.
Begleitet werden die Zukunftsmärkte ganzjährig mit Vorträgen (z.B. ökologische Geldanlagen), Exkursionen (Biogas-Landwirtschaft), Begleitung von Projekten (Umwandlung eines Altbaus aus den 60er Jahren in ein Passivhaus - mit Handwerkermesse und Besichtigungen) und "Auswilderung" von Unternehmen (Überführung einer Olivenbaum-Patenschaft der Gemeinden Lichtenau/Serrungarina in einen schwunghaften kommerziellen Olivenöl-Import und Aufrechterhaltung einer kleen Ölpresse in Serrungarina, die dadurch vor der Geschäftsaufgabe bewahrt wurde). Kooperationen mit Vereinen ähnlicher Zielsetzung (Regenerative Energien Mittelbaden - REM e.V., Forum Zukunft Baden-Baden - FZ e.V., der Enegieagentur Mittelbaden gGmbH und der Mittelbadischen Energiegenosschenschaft - MEG eG) führen zur intensiven gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit und zur Begleitung städtischer Projekte wie der "Energiewende von unten" bei den Gemeinden Bühlertal, Lauf und Ottersweier.
Die Zukunftsmärkte finden seit 2015 unter der Schirmherrschaft von OB Hubert Schnurr statt (OB-Bühl) und die Ausrichtung auf die Enkeltauglichkeit in enger Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Architektin Corina Bergmaier, Leiterin der Stabsstelle "Wirtshafts- und Strukturförderung" der Stadt Bühl.
Ziele
Das Ziel unserer Arbeit ist die nachhaltige Wertschöpfung aus der Region für die Region. Wir möchten die Kompetenzen vor Ort für die Zukunftsfährigkeit der Region fördern und bündeln, denn die eigenen Schweine stinken weniger, die eigenen Windräder sind erträglicher und schöner, die eigene Solaranlage produziert sinnvoller: Die eigenen Lebensgrundlagen (Boden, Luft, Wasser, soziales Netz, Arbeitsplätze) achten wir besonders und auf die eigene Leistung sind wir stolz. Beispiele unserer Arbeit:
+ Energiewende von unten
+ Koopertion mit regionalen Genossenschaften
+ Aufbau einer Regionalwert-AG
+ private Zukunftsvorsorge regional verankern
+ regionale Netzwerke (MiFaz, Car-Sharing, Regio-Move-App)
+ egionale Vermarktung (Lebensmittel) durch Bio-Kiste etc.
+ Wissens-Vermittlung durch Internet-Studium
Aktivitäten
Zukunftsmarkt Mittelbaden:
Seit 2012 führen wir jährlich einen so genannten Zukunftsmarkt durch: Zwischen 30 und 90 Aussteller präsentieren für 500 bis 3.000 Fachbesucher Produkte und Dienstleistungen, die die Region enkeltauglich machen sollen.
Projektbegleitungen:
wie der Umbau eines Altbaus zum Passivhaus, die Übernahme einer Olivenbaum-Patenschaft einer Partnerstadt in der Region, Oko-Checks von alten Solaranlagen, Kooperationen mit regionalen gGmbHs und gemeinnützig anerkannten Vereinen und ökologisch arbeitenden Betrieben unterstützen wir die regionale Wertschöpfung und behalten gleichzeitig Europa im Auge.
Vorträge:
Mit unseren Referenten Dr. Franz Alt, Raphael Fellmer (Leben ohne Geld), Felix Finkbeiner (plant-for-the-planet), Aktionskünstler Hartmut Keitel, Prof. Dr. Niko Paech, Prof. Dr. Peter Schmuck, Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker und vielen anderen beschreiben wir Theorie und Praxis der transtion-towns, also der Gemeinden, die sich schon auf den Weg gemacht haben.
Erfolge
Mit unseren Zukunftsmärkten haben wir nicht nur in der Region eine attraktive Alternative zu Bauernmärkten und Leistungsschauen geschaffen, sondern sind auch Vorbild für z.B. den Rottweiler Zukunftsmarkt am 17. 4. 2016.
Die Stadt Bühl möchte auf unsere Erfahrungen mit den Zukunftsmärkten zurückgreifen und plant für 2016 zwei Wirtschaftsforen zum Thema Enkeltauglichkeit und eine "Genussnacht" mit regionaler Zulieferung.
Mit unserem Passivhausprojekt haben wir gezeigt, dass ein Umbau eines Altbaus zu einem Passivhaus ebenso teuer (oder billig) sein kann wie ein Abriss und ein Neubau - und haben ein Modell für die wichtigsten Neuerung unserer Zeit geschaffen: Die ökologische Sanierung des Altbaubestands.
Mit unserer Ausbildungsplatz-Patenschaft und unserer Olivenbaum-Patenschaft setzen wir Projekte um, die jetzt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise genutzt werden können.
Und wir begleiten Gemeinden konkret bei der Energiewende von unten.
Finanzierung
Wir finanzieren uns ausschließlich durch Eigenleistungen, für die wir kein Entgelt beziehen, durch Spenden unserer Mitglieder und Freunde und durch die Einnahmen aus unseren Zukunftsmärkten, die allerdings auch wieder für die Organisation und Bewerbung der Zukunftsmärkte vewendet werden.
Die Stadt Bühl unterstützt uns durch die kostenlose Überlassung von Gelände und Hallen.
Derzeit erarbeiten wir ein Konzept, wie wir dauerhafte Einnahmen erzielen können, indem wir pauschal für die Begleitung und Betreuung von Projekten honoriert werden bzw. durch Vereinbarung entsprechender Spenden.
Eine so genannte "Nachhaltige Tombola" soll in Zukunft professioneller organisiert und als Finanzierungsinstrument genutzt werden.
