
Logo Wir für Friedrichstadt
Stadt Friedrichstadt
Bewegungsmelder Friedrichstadt
Website
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010873322562&fref=ts
Kommune
25840 Stadt Friedrichstadt - Nordfriesland
Kategorien
Nahversorgung im ländlichen Raum, Handwerk und Dienstleistungen, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Regionale Identität und Willkommenskultur
Ansprechpartner
Wir für Friedrichstadt e.V.,
Am Fürstenburgwall 11, 25840 Friedrichstadt
Doreen Stümpel, erste Vorsitzende
Kommune
Stadt Friedrichstadt, Der Bürgermeister
Am Markt 11, 25849 Friedrichstadt
Eggert Vogt, Der Bürgermeister
Weitere Akteure
Kurzbeschreibung
Während der Wintersaison leidet die Stadt Friedrichstadt unter einem starken Funktionsverlust. Deswegen hat der Verein Wir für Friedrichstadt e.V. (bestehend aus Einzelhändlern der Stadt) den Bewegungsmelder entwickelt: Alle Anbieter von Produkten/ Dienstleistungen werden in einem Faltblatt zusammengefasst inkl. der Angabe zuverlässiger Öffnungszeiten. Diese liegen in den Geschäften und Orten öffentlichen Interesses aus. Hintergrund ist auch eine bessere Vernetzung der Einzelhändler.
Langbeschreibung
Der Verein „Wir Für Friedrichstadt – Interessengemeinschaft Friedrichstädter Innenstadt e.V.“, ansässig in der 2.500 Einwohner umfassenden Stadt Friedrichstadt, wurde 2014 durch acht ansässige Geschäftsleute gegründet und hat aktuell 38 Mitglieder. Zuvor löste sich der Handels- und Gewerbeverein auf, wodurch eine gemeinsame Vertretung aus diesem Interessenbereich fehlte, die in anderer Form durch diesen Verein ersetzt wird.
Friedrichstadt ist ein malerisches Städtchen in Nordfriesland mit einer sehr kleinen Innenstadt, in der viele Läden leer stehen. Vor allem im Winter zeigt die Stadt ein trauriges Bild: die Stadt liegt scheinbar im Winterschlaf und viele der vom Tourismus abhängigen Läden schließen komplett von November bis März, einige verkürzen ihre Ladenöffnungszeiten drastisch. Die Wenigen, die auch im Winter geöffnet haben, sind kleine, inhabergeführte Geschäfte, die auch regionale Produkte vertreiben (z.B. Fleischer, Goldschmiedin, Buchladen, Apotheke, Schneiderin, Töpfereien u.s.w.). Ein großes Problem ist die schlechte Vernetzung der Geschäftstreibenden. Diese können häufig die Anfragen der Besucher nach Öffnungszeiten nicht beantworten. So scheuen auch Bewohner der umliegenden Gemeinden den Weg nach Friedrichstadt, da sie möglicherweise vor verschlossenen Türen stehen könnten. Hier setzt das Projekt "Bewegungsmelder Friedrichstadt" an.
Ziele
Übergeordnete Ziele des Vereins sind die Belebung der Innenstadt (vor allem außerhalb der Saison durch Initiierung und Durchführung von Aktionen), das "Miteinander fördern" (Schaffung einer Diskussionsplattform "Ideenschmiede") sowie die Interessensvertretung der Bewohner und Gewerbetreibenden der Stadt.
Die Idee hinter dem "Bewegungsmelder" ist, dass während der Wintermonate auf geöffnete Läden hingewiesen wird. So werden alle Anbieter von Produkten/ Dienstleistungen unter der Angabe von zuverlässigen Öffnungszeiten zusammengefasst in einem Faltblatt zusammengefasst. Dieser Folder liegt in den beteiligten Geschäften aus, wodurch Kunden einander zugeschickt werden. Dies fördert auch die Kommunikation der Geschäftsleute.
Insgesamt soll durch das Projekt der negative Gesamteindruck umgekehrt werden (unter dem Motto: "Hier ist doch noch vieles los!"). Zusätzlich wird der Bewegungsmelder an Orten öffentlichen Interesses ausgelegt (Rathaus, Arztpraxen usw.) und bei Facebook präsentiert.
Aktivitäten
- Akquise: alle Gewerbetreibenden wurden persönlich angeschrieben und eine Teilnahme am "Bewegungsmelder Friedrichstadt" wurde angeboten
- gemeinsame Sitzungen der Gewerbetreibenden
- Grafiker und Druck wurden an lokalen Dienstleister vergeben
Erfolge
Der Bewegungsmelder brachte eine ausgesprochen positive Resonanz der Gäste/ Einwohner. Er wurde als besonderer Service wahrgenommen und findet seine Wertschätzung vor allem bei älteren Kunden, die nicht digital bewandert sind. Tatsächlich wussten viele Nutzer nicht von dem Angebot der Friedrichstädter Innenstadt ("Aha-Effekt").
22 lokale Anbieter von Waren/ Dienstleistungen wurden in dem Flyer aufgelistet, wobei es insgesamt 43 Gewerbetreibende in der Altstadt gibt. Einige Geschäfte, die sonst im Winter nicht öffneten, entschieden sich spontan zu einer Öffnung: Der Bewegungsmelder erweitert das regionale Warenangebot.
Das Projekt "Bewegungsmelder Friedrichstadt stärkt somit die Struktur inhabergeführter Läden mit regionalen Produkten.
Bereits nach Ablauf des letzten Bewegungsmelders kamen Kundenanfragen, ob es eine Neuauflage im nächsten Winter 2016 geben wird. Zudem haben drei weitere Geschäfte bereits angekündigt, in der nächsten Ausgabe dabei sein zu wollen
Finanzierung
Mit wenig Mitteln konnte somit eine große Wirkung erzielt werden. Das Projekt wurde bis auf die Ausnahme des Engagieren eines Grafikers aus Eigenmitteln und Eigeninitiative finanziert. Der Verein selbst hat nur ein sehr geringes Budget: Das Projekt musste sich selbst finanzieren. Die Ausgaben für den Druck und den Grafiker wurden somit auf die Teilnehmer umgelegt. Dennoch waren die Kosten mit circa 60 Euro pro Teilnehmer gering.
