









































Gemeinde Hohe Börde
Besser leben im Holunderland Hohe Börde
Website
www.hoheboerde.de
Kommune
39167 Gemeinde Hohe Börde - Hohe Börde
Kategorien
Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Regionale Identität und Willkommenskultur, Mobilität und Infrastruktur
Ansprechpartner
Gemeinde Hohe Börde,
OT Irxleben, Bördestraße 8, 39167 Hohe Börde
Steffi Trittel, Bürgermeisterin
Kommune
Gemeinde Hohe Börde,
Bördestraße 8, 39167 Hohe Börde OT Irxleben
Steffi Trittel, Bürgermeisterin
Weitere Akteure
Kurzbeschreibung
Identität und Engagement der Menschen sind nach Kommunalreformen wichtig, um die Bereitschaft der Bürger zur Mitgestaltung der Zukunft zu wecken. Der Holunder als Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal der Hohen Börde ist in 10 Jahren etabliert worden. Eng verbunden ist der seit 2006 in den 14 Ortschaften von Freiwilligen getragene Veranstaltungsreigen zum Tag der Regionen. Beide stehen für gelebte Gemeinsamkeit und nachhaltige Instrumente des „Besser-Lebens“ der Dörfer und ihrer Menschen.
Langbeschreibung
Mehrere Gebietsreformen haben an der Identifikation der Bürger mit Gemeinde und Heimatdorf genagt. Die Einheitsgemeinde Hohe Börde mit 14 Ortschaften davon 18 Ortsteilen will die Bereitschaft der Bürger, Zukunft aktiv mitzugestalten, wecken, fördern und einbinden. Identität mit der Heimat fördert Engagement. Dies ist durch zwei Projekte in den vergangenen 10 Jahren hervorragend gelungen.
Zum einen wurde der in der Börde überall wachsende Holunder als kulturelles und touristisches Markenzeichen und als Identitätssymbol für die Bürger etabliert. Publikationen, Pressetermine, Feste im Zeichen des Holunder (oft verwoben mit dem Tag der Regionen) haben ebenso dazu beitragen wie das entstandene 100 Kilometer lange Netz der Holunderradwege – das touristisches Aushängeschild der Gemeinde. Die Haupttrasse ist ausgeschildert, Ortspläne in den Dörfern sind aufgestellt, eine Radwanderkarte steht gedruckt und digital online zur Verfügung. Ideengeber war das Holunder-Kontor, das weltweit erste Dokumentationszentrum für Küche, Kultur und Geschichte des Holunders. Anfangs von Einigen belächelt hat sich der Holunder zum Identifikationssymbol vieler Menschen mit ihrer Heimat gemausert.
Der Holunder war auch Taufpate des seit 2006 in den 14 Ortschaften von Freiwilligen getragenen Tages der Regionen. Kulturveranstaltungen, Herbstmärkte, Ausstellungen, Unternehmensmessen, Vereinsaktivitäten, Wanderungen, Offene Türen in Museen und Heimatstuben - allesamt getragen von Menschen in ihren Dörfern - sind zu einer mehrfach von Land und Bund ausgezeichneten Erfolgsgeschichte geworden. 2016 ergänzt ein integriertes „Fest der Begegnung“ mit ausländischen Mitbürgen und Flüchtlingen den Reigen.
Der Holunder und der Tag der Regionen stehen für gelebte Gemeinsamkeit – der Menschen in den Dörfern selbst und für ein Miteinander der Dörfer untereinander - sie sind nachhaltige Instrumente des „Besser-Lebens“ in der großflächigen Landgemeinde Hohe Börde.
Ziele
Die Gemeinde Hohe Börde ist aus der kommunalen Gebietsreform 2010 hervorgegangen. Die neu formierte Gebietskörperschaft will ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl herausbilden und dabei einen belastbaren konzeptionellen Handlungsrahmen für die nächsten Jahre vorbereiten. Allen Menschen sollten die Projekte offen stehen.
Die Gemeinde will sich zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsraum in intakter Umwelt und Landschaft entwickeln. Der Holunder hat in der Geschichte der Börde eine lange und anerkannte Vergangenheit. Aufgrund der außergewöhnlichen Bodenbeschaffenheit ist das Wachstum und die Blüten- und Fruchtbildung sehr gut ausgeprägt. Die Vielfältigkeit und Begegnung mit dem Wildobst in ganz unterschiedlichen Altersgrüppen führte zu vielen Begegnungen, wirtschaftlichen Impulsen sowie touristischen und kulturellen Höhepunkten. Die Hohe Börde hat sich zum Holunderland entwickelt und dies als Alleinstellungsmerkmal bei Behörden, Vereinen und Menschen etabliert.
Aktivitäten
- Holunder verbindet: Jung und Alt, Arme und Reiche, Kommunalpolitiker und Ehrenamtlichen, Unternehmer mit Angestellten; Verwaltung und Politik, - Holunder verbindet Dörfer der Hohen Börde miteinander;
- Die Holunderradwege in der Gemeinde Hohe Börde für Familien für den kleinen Sonntagsausflug;
- Geschmackstage mit Holunder;
- Teilnahme an der „Süßen Tour“ des Tourismusverbandes mit Holunder
- Tag der Regionen mit Holunder;
- Holunderblütenfest der Land-Frauen mit Krönung der Holunderblütenhutkönigin;
- Holunderkontor mit Rezeptebörsen, Vortragsreihen, Workshops, Verkostungen;
- Holunderprodukte wie Holunderschinken, Holunderbrot, Holundergelee, Holunderschmorwurst, Holundergeist, Holundertorte, Holundereis, Hugo mit und ohne Alkohol, Holundertee, Holundersenf;
- „Tag der Milch“ mit Holundermilch;
- Holunderanbau auf der Holunderplantage.
Erfolge
„Liebenswert-ländlich-modern“- heißt unser Gemeindemotto. Das ist nur im Zusammenspiel von Politik, Ehrenamt und Bürgerschaft zu erreichen. Die Blüte des Holunders oder die blaue Hollerbeere sind immer in Reichweite.
Die Initiative der Bürger spielt die entscheidende Rolle. Regelmäßig nehmen die Ortschaften mit ihren Akteuren am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und haben im Landkreis und im Land mehrmals Podestplätze belegt. Darüber hinaus hat die Region 2007 für ihren Tag der Regionen den 2. Platz in Sachsen-Anhalt für die gelungene Umsetzung des Jahresmottos „regional fair“ errungen und den 3. Platz im bundeweiten Wettbewerb 2012 belegt.
Besonderer Höhepunkt war die Bewerbung zum Europäischen Dorferneuerungspreis der ARGE mit dem Ergebnis, dass der Gemeinde besondere Leistungen der Dorfentwicklung zuerkannt wurden. Zur großen Länderfeier in Vals (Schweiz) haben wir den Holunder als Botschafter im Gepäck getragen. Diese Anerkennung mobilisiert und spornt zu guten Taten an.
Finanzierung
Die Finanzierung des Tages der Regionen, des Holunderblütenfestes, der Süßen Tour oder der Geschmackstage erfolgt über die Vereine. Sie sind die Träger der Kultur in der Gemeinde Hohe Börde. Für ihre Vereine werden den Ortschaften jährlich äußerst überschaubare Zuschüsse (2 € je Einwohner) aus dem Haushalt der Gemeinde ausgereicht. Die Holunderradwege wurden als ländliche Wege aus unterschiedlichen Quellen gefördert (Flurbereinigung; Wegebauförderung aus dem ELER; Zuckerrübendiversifizierung).
Die Ausschilderung des großen Holunderradwegs war ein LEADER-Projekt der Gemeinde, die topografische Karte hat die Gemeinde Hohe Börde als Lern- und Wanderkarte für Schulkinder und Familien erstellen lassen. Sehr beliebt ist die Karte auch für Gäste und den zunehmenden Radverkehr aus Magdeburg und von den angrenzenden überregionalen Radwegtrassen.
Die Publikationen über Holunder sind von den Menschen aus der Gemeinde selbst entworfen wurden. Die Pflanzen wachsen in der Feldmark und sind kostenfrei zu bekommen.
