X








STECKBRIEF



Gemeinde Dittenheim

"Manufaktur Gelbe Bürg" - Verwertung von Walnüssen in Dittenheim und Nachbargemeinden

Website

Kommune
91723 Gemeinde Dittenheim - Landkreis weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken

Kategorien
Lebensmittel und Tierfutter

Ansprechpartner
Landschaftspflegeverband Mittelfranken,
Feuchtwanger Straße 38, 91522 Ansbach
Dipl. Ing (FH) Norbert Metz, fachl. Begleiter des Lpv Mittelfranken

Kommune
Gemeinde Dittenheim, Bürgermeister
Kirchenbühl 2, 91723 Dittenheim
Günter Ströbel,

Weitere Akteure

Kurzbeschreibung
Am 31. Januar 2013 wurde die Genossenschaft Manufaktur Gelbe Bürg nach einem Jahr Vorbereitungszeit mit der Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken und den Gemeinden Dittenheim,Markt Berolzheim, Meinheim, , Gnotzheim und Heidenheim gegründet. Ziel der neuen Genossenschaft ist die Erhaltung von Streuobstbäumen, im speziellen landschaftsprägende Walnussbäume, durch die Verwertung der Erträge. Neben Fruchtaufstrichen und Eingewecktem aus Kirschen, Zwetschgen, Quitten, Apfel und Birne hat die Herstellung von Walnussöl mittlerweile eine große Bedeutung gewonnen. In Flaschen von 100ml und 250ml hat sich dieses Walnussöl zu einem wichtigen Verkaufsprodukt entwickelt. Die Walnüsse, die für die Herstellung des Walnussöles der Manufaktur Gelbe Bürg verwendet werden, stammen ausschließlich von frei wachsenden Walnussbäumen, die über mehrere Gemeindegebiete rund um die Gelbe Bürg (Gemeinde Dittenheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) verstreut stehen.

Langbeschreibung
Am 31. Januar 2013 wurde die Genossenschaft Manufaktur Gelbe Bürg nach einem Jahr Vorbereitungszeit mit der Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken und den Gemeinden Markt Berolzheim, Meinheim, Dittenheim, Gnotzheim und Heidenheim gegründet. Mit dem Fundament aus diesen Gemeinden haben sich weitere 130 Privatpersonen, Vereine, Organisationen und Unternehmer in der Genossenschaft zusammengefunden. "Landschaft in Wert setzen" bzw. "leckeres aus den Potentialen der Kulturlandschaft" sind die wichtigen Sätze, die die Intetion der Manufaktur Gelbe Bürg im wesentlichen beschreiben. Neben Fruchtaufstrichen und Eingewecktem aus Kirschen, Zwetschgen, Quitten, Apfel und Birne hat die Herstellung von Walnussöl nach nunmehr drei Jahren die größte Bedeutung gewonnen. In Flaschen von 100ml und 250ml hat sich dieses Walnussöl zum wichtigsten Verkaufsprodukt entwickelt. Daneben spielen mittlerweile auch Walnussnudeln und mehrere Fruchtaufstriche mit gehackten Walnüssen eine große Rolle. Die Walnüsse, die für die Herstellung des Walnussöles der Manufaktur Gelbe Bürg verwendet werden, stammen ausschließlich von frei wachsenden Walnussbäumen, die über mehrere Gemeindegebiete rund um die Gelbe Bürg (Gemeinde Dittenheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) verstreut stehen. In Sammenheim, einem Ortsteil der Gemeinde Dittenheim, stehen im Dorfbereich und den angrenzenden Fluren allein fast 180 teilweise bis 80 Jahre alte Walnussbäume, die das Orts- und Landschaftsbild eindrucksvoll prägen. Die Struktur der Genossenschafft umfasst neben einem Duo von zwei Vorständen auch einen Aufsichtsrat mit vier Personen. Das Fundament der Genossenschaft aber sind die Produktionsteams für Nussankauf- bzw. verarbeitung und für die Herstellung der Fruchtaufstriche. Aus diesem Kreis hat sich auch ein Team für den Vertrieb und die Werbung auf Messen und Märkten etabliert.

Ziele
Ziel der neuen Genossenschaft ist die Erhaltung von Streuobstbäumen, im speziellen landschaftsprägende Walnussbäume, durch die Verwertung der Erträge. Zudem soll die Identität des Landschaftsraumes am Fuße der fränkischen Alb mit diesem Projekt und den dabei erzeugten Produkten gestärkt werden. Mit dem Ansatz, das Projekt in den fünf Gemeinden um den Zeugenberg "Gelbe Bürg" zu etablieren, ist zum Einen im Namen eine klare Herkunft der Rohwaren (Früchte) enthalten (klarer regionaler Bezug), aber auch die Zusammenarbeit von verschiedenen Menschen der Gemeinden in dieser gemeinsamen "Sache". Langfristiges Ziel ist die Herstellung einer umfangreichen Palette an Walnussprodukten mit hoher Qualität und die Etablierung des Markennamens "Manufaktur Gelbe Bürg". Dieser soll bei Kunden klare Bezüge zu Aspekten wie klare Herkunft, landschaftliches Potential, faire Ankaufpreise, handwerkliche Verarbeitung, hohe Qualität, genossebnschaftliches Prinzip und Nachhaltigkeit herstellen.

Aktivitäten
Folgende Aktivitäten kennzeichnen die Manufaktur Gelbe Bürg. Alle Aktiven werden nach Mindestlohn bezahlt.
Ankauf von Walnüssen, Äpfeln, Kirschen und Gartenfrüchten (Rhabarber, Zucchini etc.) zu fairen Preisen
Verarbeitung der Rohwaren zu Fruchtaufstrichen und Ölprodukten
Vertrieb der Produkte in und außerhalb der Region )Schwerpunkt des Verkaufes liegt im Gebiet der Manufaktur Gelbe Bürg (Ankaufradius c. 20 km rund um die Gelbe Bürg)
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Potentiale von Landschaft, den Wert von Streuobstbeständen und den gesundheitlichen Aspekten der Walnuss
Ausbau der Kaufaktivitäten im Ankaufgebiet
Erstellen einer Informationsbroschüre für das Sammeln und Trocknen von Walnüssen

Erfolge
Folgende Entwicklungen können aus Sicht der Initiatoren der manufaktur Gelbe Bürg als Erfolge betrachtet werden:
sehr positive Resonanz der Walnussbesitzer auf den Nussankauf ("Endlich gibt es eine sinnvolle Verwertung für unsere Walnüsse"
Ausweitung des Verkaufsgebietes auch in die nahen Ballungsräume Er/Nbg/Fü und Ingolstadt/München hat 2015 begonnen
aktive Zusammenarbeit bzw. Unterstützung durch namhafte Köche, Bäcker und Händler (z.B. Joachim Kaiser, Sternekoch aus Nördlingen, Weinhalle Kössler in Nürnberg etc,)
großes Presseinteresse mit entsprechenden Artikeln und Berichten (Landwirtschaftliches Wochenblatt, Nürnberger Nachrichten, Bayerischer Rundfunk, etc.)
Absatzzahlen für die Ölprodukte konnte in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

Finanzierung
Die Finanzeirung der Genossenschaft manufaktur Gelbe Bürg basiert alleine auf den Genossenschaftsanteilen (je 100,00 €), die von den Mitgliedern gekauft wurden und werden. Mit 135 Mitgliedern konnte so ein finanzieller Grundstock von ca. 28.000 € geschaffen werden. Öffentliche Gelder oder sonstige Unterstützungen bekommt die Genossenschaft derzeit nicht. Damit ist der Geschäftsbetrieb und die nötigen Ausgaben für Vorstände, Obstankauf, Werbung, Materialien etc. grundsätzlich selbst zu finanzieren bzw. durch die Verkaufserlöse zu realisieren. Für den Aufbau der Genossenschaft konnten die beteiligten Gemeinden beim Amt für Ländliche Entwicklung in Ansbach im Rahmen von ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) einen Zuschuss für die Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken erwirken. damit konnte der Landschaftspflegeverband sowohl die Vorbereitung wie auch die ersten beiden aktiven Jahre der Genossenschaft fachlich begleiten.